Vielen Dank an unsere

Sponsoren und Förderer

Eurobot Open

Eurobot Open

Nachdem wir uns mit einem dritten Platz im deutschen Vorentscheid für das internationale Finale qualifiziert hatten, ging es also nach Rapperswil-Jona in der Schweiz.

Für uns bedeutete das noch einmal zweieinhalb Wochen ohne viel Schlaf, denn es gab noch viele Dinge am Roboter zu verbessern. So wurde vor allem die Gegnererkennung weiterentwickelt, das Aufnehmen der Orangen über weitere Sensoren beschleunigt, der Roboter umgebaut, damit er insgesamt neun Bälle auf einmal aufnehmen kann, die Strategie erweitert ... es gibt halt immer noch irgendwas zu tun.

Image
Insitor beim Aufnehmen der Orangen

Auf geht's in die Schweiz ...

Um nicht in Terminstress zu geraten haben wir uns schon Donnerstag auf den Weg in die Schweiz gemacht, immerhin lagen gut sieben Stunden Fahrt vor uns. In Rapperswil-Jona angekommen, wurde erstmal ausgepackt, innerhalb von wenigen Minuten war unser Stand voll aufgebaut, die Elektronik-Kästen verstaut, die Ladegeräte verkabelt, das WLAN eingerichtet und die Lötkolben angeheizt.

Stand Stand

Wir hatten zwar gedacht, dass wir früh losgefahren waren, trotzdem waren die anderen Teams aus Mannheim und Heidelberg schon vor uns angekommen und hatten sogar schon vorgelegt und homologiert. Für uns wurde das an diesem Abend nichts mehr, da die Schiedsrichter schon in ihre Quartiere verschwunden waren. Da die meisten von uns schon recht müde waren, blieb es bei ein paar Testrunden und danach ging es für die meisten in Richtung Schlafgelegenheiten. Einige ließen es sich allerdings nicht nehmen, die Nacht durchzumachen und am Roboter weiterzuarbeiten.

Von denen in den Vorabinformationen versprochenen Betten waren dünne Isomatten auf dem Hallenboden einer großen Sporthalle übrig geblieben. Viel erholsamer Schlaf war also nicht zu erwarten, vor allem da bei ungefähr 100 Leute auf so engen Raum immer mindestens einer dabei ist, der schnarcht ;-) Aber wenn man müde genug ist, kann man auch das ignorieren. Nicht mehr ignorieren konnte man dann allerdings den Schulgong, der pünktlich um sieben alle geweckt hat.

Am Freitag stand dann als erstes die Homologation auf dem Programm. Da seit dem deutschen Wettbewerb die Form des Roboters nicht mehr großartig verändert wurde, gab es bei der technischen Abnahme keine Probleme. Auch das Sammeln der Tomaten und Orangen klappte problemlos. Nur das Abschalten nach 90 Sekunden funktionierte auf einmal nicht mehr. Erst vier Sekunden später blieb der Roboter stehen. Manchmal ist es halt doch gefährlich, spät in der Nacht noch neue Features einzubauen ;-). Aber der Fehler war schnell gefunden und behoben, die erste Hürde war also genommen und der Roboter homologiert. Da das erste Spiel erst für den Abend angesetzt war, bliebt noch einiges an Zeit, um die Strategie zu optimieren.

Image
Eishockeyhalle mit den Spielfeldern

Es standen drei offizielle Testspielfelder zur Verfügung, die allerdings auch für die Homologationen benutzt wurden, zudem hatten noch zwei Schweizer Teams ihre Spielfelder mitgebracht. Die fünf Felder waren natürlich insgesamt viel zu wenig für die 58 angereisten Teams. Man musste sich also mit den anderen Teams absprechen, so dass immer zwei bis drei Teams mit ihren Robotern auf jedem Feld gleichzeitig am Testen waren.

Die Vorrunde

Rangliste Runde 2Während wir dabei waren das Aufnehmen der Orangen zu optimieren, wurden die Paarungen der ersten Runde veröffentlicht. Im ersten Spiel ging es gegen das Team E-Robot aus der Schweiz, wie sich herausstellte war das genau das Team, das gerade neben uns am Testen war. Schnell wurde ein Testspiel vereinbart. Nach 90 Sekunden hatten wir sechs Orangen und sieben Tomaten eingesammelt, so konnte es weitergehen. Und siehe da, im offiziellen Spiel später am Abend klappte das genauso und bedeutete einen Sieg mit 3050 zu 500 Punkten für uns. Damit hatten wir den zweiten Platz im Gesamtklassement inne. Wir waren glücklich, damit hätten wir nicht gerechnet.

Allerdings bedeutete dies auch, dass das erste Spiel am nächsten Tag gegen das Team RCVA aus Frankreich bestritten werden musste. Die hatten sich mit unglaublichen 5550 Punkten im ersten Spiel den ersten Platz gesichert. Da ihr Roboter sehr schnell unterwegs war, wurde in der Nacht eine sichere Strategie entwickelt und zuerst die eigenen Orangen aufgenommen. Danach war der andere Roboter aber schon einmal übers Spielfeld gefegt, so dass für uns nur noch wenige Tomaten zum Sammeln übrig blieben. Damit ging das Spiel verdient 2150 zu 3900 an den RCVA. Trotzdem konnten wir so unseren zweiten Platz im Klassement verteidigen.

Der nächste Gegner war das Team ETS Montréal aus Kanda, unsere Standnachbarn. Nach einem kleinen Testspiel war klar, dass sie sich auf die Maiskolben und Tomaten konzentrieren würden, es galt für uns also die Orangen auf beiden Seiten aufzunehmen. Das klappte auch recht gut, mit 9 Orangen und 2 Tomaten konnten wir das Spiel klar für uns entscheiden.

Im vierten Spiel der Vorrunde passierte dann das, was irgendwie immer mal passieren muss, der Roboter fuhr voll mit Orangen beladen zu schnell um eine Kurve, was folgte war ein Versuch des Positionsreglers diesen Fehler auszugleichen, der leider in der Begrenzung der Rampe endete. Damit hing der Roboter fest und konnte nicht mehr weiterspielen. Somit verloren wir dieses Spiel und damit auch unseren bisherigen zweiten Platz in der Gesamtwertung. Platz vier hinter RCVA, uART und ETS war die Folge. Die zwei weiteren Vorrundenspiele liefen besser und wir konnten uns noch mit einem sehr guten sechsten Spiel auf den dritten Platz, ganz knapp hinter uART, verbessern. Der RCVA lag zu diesem Zeitpunkt schon uneinholbar auf Platz eins.

Die Finalrunde

Das wichtigste Ziel, das erreichen der Finalrunde, war also geschafft. Und das sogar als dritter im Gesamtklassement, dass hatten wir nicht erwartet. Im ersten Spiel ging es gegen Norfolk 'n' Chance aus England. Diese sammelten vier Orangen bei sich und fuhren dann quer übers Spielfeld in der Hoffnung, weitere Tomaten in den Korb zu schieben. Hier konnte unser Roboter zeigen wie gut das Orangen aufnehmen mitterweile funktioniert, nach unseren sechs schnappte er sich auch noch die zwei vom gegnerischen Roboter übrig gelassen Orangen. Damit ging das Spiel mit großem Vorsprung an uns.

Im Viertelfinale trafen wir dann auf das Team MUST_B aus Taiwan, die hatten im Achtelfinale leider das Team aus Heidelberg besiegt, sonst wäre es hier zum deutschen Zwischenfinale gekommen. Wie auch wir sammelten sie realtiv schnell ihre sechs Orangen ein und versuchen danach noch unsere Orangen einzusammeln. Die befanden sich zu dem Zeitpunkt allerdings schon in unserem Korb und unser Roboter auf dem Weg übers Spielfeld um Tomaten zu sammeln. Damit hatten wir vier Tomaten mehr in unserem Korb und schon wieder gewonnen. Und auf einmal standen wir im Halbfinale! Schon zu diesem Zeitpunkt war dies das beste Resultat, das wir bisher im Eurobot erreicht hatten.

Vorbereitung auf das Halbfinale Das Halbfinale wurde dann zwischen uns und dem Team uART aus Frankreich ausgetragen. Deren Roboter hatte sich in den Vorrunden als sehr effektiver Maiskolbensammler erwiesen. Unsere einzige Chance bestand also darin, möglichst viele Orangen einzusammeln. Nach dem Ende des Spiels waren nicht mehr viele Spielelemente auf dem Tisch vorhanden. Wir hatten zwar elf Orangen und zwei Tomaten eingesammelt, uART aber dafür fast alle Maiskolben und die restlichen Tomaten. Es wurde also ganz eng. Nach dem auszählen war es amtlich, ein ganz knapper Sieg für uns: 3600 zu 3500 Punkten. Ein großartiges Spiel.

Finale gegen den RCVA Und auf einmal standen wir im Finale ... damit hatte bei uns niemand gerechnet. Der andere Finalteilnehmer war nach der Vorrunde eigentlich schon klar gewesen und hieß RCVA. In der Vorrunde hatten wir gesehen, dass mit einer sicheren Strategie und einem frühzeitigen aufnehmen der Orangen kein Blumentopf gegen den RCVA zu gewinnen war. Die Idee war also zuerst so viele Tomaten wie möglich zu sammeln um danach vor unserem Gegner bei unseren Orangen zu sein. Das klappte auch super, sieben Tomaten wurden eingesammelt und ausgeladen, danach holten wir unsere sechs Orangen und eine weitere Tomaten. Doch auf dem Weg zum Korb stand auf einmal der andere Roboter vor unserem Korb und blieb dort auch stehen. Keine Absicht, sondern ein Fehler in der Programmierung wie sie uns versicherten. Das Spiel wurde also wiederholt. Dieses Mal funktionierte alles, der Roboter des RCVA blockierte unseren Korb nicht, so dass wir auch die zweite Fuhre ausladen konnten. Ärgerlicherweise blieb beim Ausladen eine Orange direkt vor unserem Korb liegen. Aber auch die hätte nichts mehr am Sieg des RCVA geändert, 2700 zu 3500 war das offizielle Endergebnis. Auch im zweiten Spiel gewann der RCVA mit 2700 zu 3200. Auch hier blieben eine Tomate und eine Orange vor unserem Korb liegen, ärgerlich. Wären beiden noch eingegangen, wäre es mit 3150 zu 3200 noch mal richtig knapp geworden. Allerdings hätte der RCVA trotzdem noch gewonnen ... sie hatten dieses Jahr einfach den besten Roboter gebaut und wurden damit verdient Weltmeister. Herzlichen Glückwunsch nach Paris.

Uns war das allerdings egal, wir fühlten uns trotzdem als Sieger ;-) Der Vize-Weltmeiste-Titel war mehr als wir uns erhofft oder erträumt hatten. Außerdem haben wir nur so das Trippel vollgemacht, nach einem ersten Platz im Coupe des Ecoles und einen dritten Platz im Deutschen Vorentscheid fehlt uns nur noch ein zweiter Platz ...

Image
Die glücklichen Vize-Weltmeister

Videos

Halbfinale

 

HIER FEHLEN DIE YOUTUBE VIDEOS!!!!

 

 

Finale