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Eurobot Deutschland

Eurobot Deutschland

Dienstag, 5. Juli 2011

Ein ungewohnter Anblick bietet sich den Mitarbeitern des Institutes für theoretische Informationstechnik in Aachen. Schon am Vormittag steht die Tür zum Raum 410 sperrangelweit offen, Werkzeuge und Kisten werden aus dem Clubraum getragen, der Lastenaufzug füllt sich – der Roboterclub fährt zu einem Wettbewerb.

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Dieses Jahr veranstaltet das Team Greenbirds und die Firma Vögele den Deutschen Eurobot Wettbewerb im Vögele-Werk in Ludwigshafen. Dort angekommen finden wir zwei große Hallen für die Teams und die Wettkämpfe.

Der Freitag wird hauptsächlich von den Unterhaltungen mit anderen Teams und dem Testen der Roboter auf den Spielfeldern geprägt. Man trifft sich zum ersten mal mit allen Teams und sieht das erste mal die gegnerischen Roboter. Man kann sie anfassen, herumdrehen und versuchen abzuschätzen in wie fern der eine dem anderen überlegen ist. Doch damit nicht genug, während der eine Teil des Teams auf Spionagemission ist, arbeitet der andere Teil daran den Roboter auf die Homologation vorzubereiten. Eine Homologation besteht aus zwei Teilen. Zum einen muss der Roboter mechanisch den Regeln entsprechen. Dazu gehört der vorgegebene maximale Umfang, den der Roboter haben darf, und die maximale Höhe, die ebenfalls nicht überschritten werden darf. Zum anderen muss der Roboter in der Lage sein ein Spiel ohne Gegner ordentlich zu spielen und dabei mindestens einen Punkt zu machen. Gleichzeitig darf er nicht gegen den Dummy fahren, der vom Schiedsrichter bewegt wird.

Gegen Abend lassen wir unseren Roboter schließlich testen und erhalten die Genehmigung zur Teilnahme am Wettbewerb, was bis zu einem bestimmten Grad an Erleichterung sorgt.

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Schlafen gehen in der Nacht darauf aber trotzdem nicht alle. Froh darüber, dass der Roboter nun endlich mechanisch fertig ist, nutzen die Programmierer die ruhe Stunde um die Spieltaktik zu überprüfen. Die kritischen Stellen im Code müssen nebenbei auch behoben oder angepasst werden. Kurz gesagt die Suche nach den „Remove Before Flight“ Stellen muss abgeschlossen werden. Aber alle wissen, dies wird nie beendet sein.

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So kommt es, dass am Samstag, während der spannenden Vorrundenspiele, unser Roboter immer besser in Form kommt. So schafft er es als zweiter aus der Gruppenphase hervorzukommen und somit an der Endrunde teilzunehmen. Im Halbfinalspiel geht es gegen Greenbirds, hier können wir noch mit 140:90 gewinnen. Im Finale spielen wir dann allerdings gegen TURAG, womit die Spannung bis zum Höhepunkt steigt. Als erster der Gruppenphase sind diese die klaren Favoriten. Gegen sie hatten wir schon in der Gruppenphase gespielt und dabei klar verloren. Es stellt sich also die Frage ist es überhaupt möglich TURAG zu Schlagen? Für uns ist es natürlich keine Rhetorische Frage, also setzen wir uns in der halben Stunde die zur Vorbereitung bleibt zu einem schnellen Kolloquium zusammen und beschließen eine neue Strategie zu programmieren, die darauf abzielt Türme zu stehlen, die TURAG abstellt.

Doch TURAG ist nicht zu schlagen. Sobald unser Roboter dazu kommt den angepeilten Turm zu schnappen hat der Roboter von TURAG längst alle unsere bei Seite geschoben und lacht nur über den verzweifelten Versuch. Ein würdiger deutscher Meister.

Wir kommen als Vizemeister aus der deutschen Meisterschaft mit vielen guten Ideen wie wir den Roboter bis Russland weiter verbessern müssen. TURAG hat uns gezeigt wo wir noch Probleme haben und wie gut die Roboter sein können, die wir noch treffen werden.

 

Wir bedanken uns herzlich bei der Firma Vögele für die hervorragende Ausrichtung des diesjährigen deutschen Wettbewerbs und die anschließende Führung durch das Werksgelände.