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Eurobot Deutschland

Eurobot Deutschland

Am 12.05.2012 fand an der Hochschule München der Deutsche Eurobot Vorentscheid statt. Neben sieben deutschen Teams nahmen außer Konkurrenz noch Teams aus Belgien, Tunesien und Tschechien teil. Wie auch schon die Jahre zuvor war es möglich die technische Abnahme (Homologation) für die Roboter schon am Abend vor dem Wettbewerb zu machen. So reisten wir, wie auch die meisten anderen Teams, Freitagnachmittag an.

Am Veranstaltungsort angekommen richteten wir sofort unsere Box ein und machten uns daran unsere Roboter an die lokalen Gegebenheiten anzupassen und zu perfektionieren. Dieses Jahr hatten wir uns besonders viel vorgenommen: Im Gegensatz zu den Vorjahren war es möglich, neben dem großen Hauptroboter, einen weiteren, etwas kleineren Roboter einzusetzen. Bei der Konzeptfindung hatten wir zwar ein Konzept mit zwei Robotern entwickelt, uns dann bei der Entwicklung erst einmal auf den Hauptroboter konzentriert. Als dieser dann circa zwei Wochen vor dem Wettbewerb grundsätzlich funktionierte, ging es daran auch den zweiten Roboter aufzubauen. Da wir viele Teile und Konzepte von dem großen Roboter übernehmen konnten war es möglich die Hardware in der verbleibenden Zeit fertig zu stellen. Am Abend der Anreise konnte er aber weder Fahren, noch Ausweichen oder Punkte machen. Auf dem Wettbewerb war also noch viel zu tun, damit beide Roboter gemeinsam fahren.

RCA Mitglieder nehmen letzte Modifikationen am Roboter vor
RCA Mitglieder nehmen letzte Modifikationen am Roboter vor

Die technische Abnahme bestand unser Hauptroboter "Captain" noch am Freitagabend auf Anhieb. Somit stand der last-Minute Entwicklung von dem kleinen "Baba" nichts mehr im Weg. In der Nacht wurde noch vieles von Captains Software in Baba übernommen oder ganz neu geschrieben. So mussten die Regler zum Fahren angepasst, eine neue Strategie für den zweiten Roboter geschrieben und die Kommunikation zwischen beiden Robotern via Bluetooth fertig gestellt werden. Am nächsten Morgen konnte man beide Roboter zwar schon gleichzeitig starten, allerdings hatte die Zeit nicht gereicht um Baba noch dazu zu bringen Punkte zu machen. Somit starteten wir den Wettbewerb, im Gegensatz zu einigen der anderen Teams, nur mit einem Roboter; gleichzeitig wurde aber fieberhaft daran gearbeitet Baba fertig zu stellen.

Großer Zuschauerandrang beim EBD in München
Großer Zuschauerandrang beim EBD in München

Direkt beim ersten Spiel zeigte sich, dass die Entscheidung erst einen Roboter fertig zu entwickeln gelohnt hatte. So gewann Captain alleine gegen die beiden Roboter des Teams Leobot aus Leipzig mit 47 zu 14 Punkten. Mit diesem Ergebnis übernahmen wir auch sofort die Führung in der Tabelle.

Sehr zufrieden mit diesem Ergebnis freuten wir uns auf das nächste Spiel, welches gegen das Team Greenbirds gespielt wurde. Sie waren nach der ersten Runde auf Platz 2 und wie auch wir spielten sie nur mit einem Roboter. Dieses sehr spannende Spiel endete 34:34 unentschieden. Die Tabellenführung übernahm das belgische Team Montefiore, die ihr Spiel mit 41 Punkten gewannen.

Das letzte Spiel vor der Mittagspause spielten wir dann gegen die Belgier. Hier zeigte sich für uns zum ersten Mal, wie schwer es war ein Spiel gegen ein Team mit zwei Robotern zu gewinnen. Captain musste einen Großteil der 90 Sekunden ausweichen, machte aber immerhin noch 30 Punkte. Das Team Montefiore gewann das Spiel mit 46 Punkten. Dennoch konnten wir den zweiten Platz in der Gesamtwertung behaupten.

Anschließend stand eine zweistündige Mittagspause an, die wir nutzten um Baba das Aufdecken der Schatzkarte beizubringen. Anschließend bestanden wir auch mit beiden Robotern zusammen die technische Abnahme. Damit war nun auch Baba berechtigt an den Spielen teilzunehmen. Aufgrund der geringen Testzeit spielten wir die folgenden Spiele dennoch erst mal weiter nur mit Captain. Babas großer Auftritt sollte erst später folgen.

In der vierten Spielrunde spielten wir zweimal. Einmal, aufgrund der ungeraden Teilnehmerzahl, ohne Wertung gegen das Team ÄT[n]OS aus München. Dieses Spiel ging 31 zu 8 für uns aus. Das gewertete Spiel dieser Runde wurde anschließend gegen das Team Robotas aus Tunesien ausgetragen. Leider funktionierte deren Gegnererkennung nicht und sie rammten uns. Auch in der darauf folgenden Nachhomologation konnten sie nicht zeigen, das ihr Roboter einem Gegner ausweichen kann, daher wurden sie für diese Runde disqualifiziert bis ihre Gegnererkennung wieder funktionierte. Wir mussten das Spiel anschließend ohne Gegner wiederholen und konnten so 52 Punkte machen. Das brachte uns die erneute Tabellenführung und damit die sichere Qualifikation für das Halbfinale ein.

Ansicht auf das Spielfeld von oben
Ansicht auf das Spielfeld von oben

Das letzte Vorrundenspiel stand gegen das Team Turag aus Dresden an. Hier spiele das erste mal auch Baba mit und konnte auf Anhieb Punkte machen indem er aus der Startzone fuhr sich die Karte holte und sicher zur Startzone zurückkehrte. Während dessen ging Captain gewohnt zuverlässig seiner Arbeit nach und räumte die Schatzinsel ab. Das Spiel endete mit einem weiteren Sieg für uns (36-12).

Das Halbfinale spielten wir dann wieder gegen das Team LeoBots aus Leipzig. Leider hatte das Team Probleme mit ihrem Akkuladegerät, so dass ihre Roboter leider beim Start des Spiels mit leerem Akku stehen blieben. Damit hatten unsere Roboter das ganze Spielfeld für sich und konnten 45 Punkte erzielen. Damit standen wir im Finale und hatten uns somit auch für das internationale Finale qualifiziert.

Um den Leipzigern eine Chance zu geben, vor dem nächsten Spiel ihre Akkus voll zu bekommen, wurde das Finale vorgezogen. Unser Finalgegner war das Team Greenbirds aus Ludwigshafen. Ihr Roboter hatte sich im Halbfinal Spiel souverän gegen den Dresdener Roboter durchgesetzt. Es folgten zwei sehr spannende und sehenswerte Finalrunden, die unsere Roboter mit 30-21 und 27-20 gewannen. Das kleine Finale entschied anschließend knapp das Team LeoBots nach 3 Runden für sich.

Die glücklichen Gewinner des EBD 2012: Der Roboterclub Aachen
Die glücklichen Gewinner des EBD 2012: Der Roboterclub Aachen

 

Wir danken der Hochschule München für die schöne Veranstaltung. Den ganzen Wettkampf über herrschte eine tolle Atmosphäre. Wir hatten eine Menge Spaß und freuen uns auf das internationale Finale in Frankreich.